Chaos & Ordnung

Konzept

Kurzbeschreibung

In diesem Projekt werden die Begriffe „Chaos und Ordnung“ als kreative Kraft reflektiert. Repertoire aus dem Barock soll im engen und kohärenten Dialog mit neuen Werken geschafft. Der Fokus auf Schweize KomponistInnen beider Zeiten wird durch unsere einzigartige Besetzung – Blockflöte, Barockgeige, Viola da Gamba, historisches Schlagzeug und Cembalo – eine vielseitige Palette von historischen und neue Ausdrucksmöglichkeiten zeigen.

Chaos & Ordnung

Die Naturphänomene haben viele KomponistInnen der Vergangenheit inspiriert. Der französische Komponist Jean-Féry Rebel schrieb im Jahr 1737 „Les éléments“ mit einer dissonanten, avantgardistischen und fast provokativen Ouvertüre: „Le cahos“. Das Stück funktioniert wie eine Metapher der Natur: Die Elemente Wasser, Feuer, Luft und Erde verbinden sich mal in chaotischen, mal in sehr festen und organisierten Strukturen.

Die wissenschaftlichen Entdeckungen der letzten Jahrzehnte haben unsere Wahrnehmung der Welt geändert. Neue Strukturen der Natur wie die Quasikristallen oder neue Theorien der Quantenphysik zeigen, wie viele Elemente tendieren, sich in einem organisierten Chaos zu organisieren, was Rebel nur intuitiv ahnen konnte.

In diesem Sinne möchten wir die Begriffe Chaos & Ordnung reflektieren und heutige Schaffende einladen, sich mit dieser Thematik künstlerisch auseinanderzusetzen.
Die Komponistinnen Helga Arias und Barblina Meierhans werden für unsere einzigartige Besetzung ein neues Werk schaffen. Auf der gleichen Weise wird der Komponist Antonio Blanco – der vom Festival COMA in Spanien eingeladen wurde – einen kreativen und engen Dialog mit beiden Komponistinnen unter der gleichen Thematik schaffen.

Das Repertoire der sogenannten Alte Musik besteht aus Schaffende mit einem direkten Bezug auf die Schweiz – Gaspard Fritz und Johann Melchior Gletle – sowie auf andere wichtige Komponisten Italiens und Deutschlands, die sich mit festen musikalischen Strukturen beschäftigt haben.

Das Festival COMA in Madrid lädt diese Saison 2023 die Schweiz als Gastland mit dem Ziel, einen europäischen und künstlerischen Austausch zu entwickeln. Ziel dieser Austausch ist es, neues Repertoire mit einem Bezug auf das Gastland sichtbar zu machen.

Programm

Claudio Monteverdi: Entrata e ballo [tutti]
Helga Arias*: Uraufführung [Vln, Gbe, Cmb]
Gaspard Fritz*: Sonata Nr. 4 Es Dur [Vln, Gbe, Cmb]
Antonio Blanco: Uraufführung [Blockfl., Perk, Cmb]
J. Ph. Telemann: Trio Sonate d moll 42:d10 [tutti]
Barblina Meierhans*: Ähm Me, Hm [i], and M [tutti]
Johann Melchior Gletle*: Pièces à deux voix
Helga Arias*: Cellolar synthesis (erste Aufführung)
J. F. Rebel: Le cahos [tutti]

* KomponistInnen mit Bezug auf die Schweiz

Musiker

Blockflöte: Moisés Maroto
Barockgeige: Adrián Pineda
Gambe: Ekaterina Gorynina
Historisches Schlagzeug: Paula Pinero
Orgel: Darío Tamayo

Künstlerischer Leiter: Alberto Arroyo


Konzept

In „Nice Noise!“ soll eine Gruppe von Jugendlichen gemeinsam mit den MusikerInnen von Continuum XXI spielen und improvisieren, neue Klangmöglichkeiten ausprobieren, und mit alltäglichen Objekten experimentieren. Diese Improvisationen werden von dem Komponisten, Cembalisten und Dozent Richard Röbel zusammen mit Tamara Miller und dem Ensemble mitkonzipiert und geleitet.

 

Die Improvisationen sollen nicht nur eine freie musikalische Form anbieten, sondern ein Konzept und konkretes Ziel haben: Das sorgfältige Hören des anderen und die Notwendigkeit, gemeinsam mit anderen etwas Übergeordnetes zu schaffen. Dies soll als Spiegel unserer Gesellschaft wirken, bei der Konflikt und Konfrontation uns immer mehr prägen. Können wir durch das aktive und kollektive Hören etwas relevantes schaffen, was der Alltag nicht anbieten kann?

Programm

Pretorius

“Terpsichore”

 

Richard Röbel

Neues Werk (Uraufführung)

 

G.F. Händel

Concerto Grosso HWV 33

 

Continuum XXI & Jugendliche

 Improvisation über einen einzigen Ton / Rhythmus

 

Nicola Matteis

„Ciaccona Bizarra“ 

 

Tamara Miller

Neues Werk (Uraufführung) 

 

Arroyo

 “Qué extraño pájaro” 

MusikerInnen

Blockflöte: Moisés Maroto 

Barockoboe: Petra Zambo

Barockgeige: Marta Ramírez

Gambe: Marina Cabello

Cembalo: Darío Tamayo 

Künstlerischer Leiter, Alberto Arroyo

Termine

Do. 24.9. | KuppelHalle Tharandt
Fr. 25.9. | Heinrich Schütz Konservatorium Dresden
Sa. 26.9. | MTKS Bannewitz
So. 27.9. | Robert Schumann Konservatorium Zwickau

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