Musik der Extreme#4: Stille & Schrei

Programm

Georg Friedrich Händel: Deutsche Arie IV: Süße Stille

Luciano Berio: Gesti (recorder solo)

Hanna Eimermacher: Portae Lucis (world premiere)

G. F. Händel: Trio Sonata HWV 392 in F-Dur. II. Allegro

L. Berio: Sequenza III für Frauenstimme

José Mª Sánchez-Verdú: Zwei Bilder aus NEKYIA (German premiere)

G. F. Händel: Deutsche Arie VI: Meine Seele hört im Sehen

Continuum XXI: Improvisation über Stille und Schrei

Musicians:

Soprano: Katharina Salden (als Gast von AuditivVokal Dresden)

Recorder: Moisés Maroto

Baroque Violin: Adrián Pineda

Viola da Gamba: Ekaterina Gorynina

Harpsichord: Richard Röbel / Darío Tamayo

Artistic Director & Conductor: Alberto Arroyo

Projektmanagement: Samuel Johnstone

Konzept

Die Konzertreihe „Musik der Extreme“ verfolgt konsequent ein Konzept mit der Konfrontation von zwei Polen, Extremsituationen jenseits der alltäglichen Einbettungen in Sicherheiten: Mit Schrei und Stille wird das Laute, der Impulsive Ausdruck heftiger Gefühle dem Leisen, stummen gegenübergestellt.

Ein Schrei kann Ausdruck von Schmerz, von Wut sein, oder auch ein Ausdruck von Freude oder Lust. Stille kann Totenstille sein, Abwesenheit von Leben, Sprachlosigkeit angesichts des Schreckens, Ruhe vor dem Sturm. Es kann aber auch eine andächtige Stille, die Aufmerksamkeit öffnende Stille sein, eine Stille des Friedens, der Sicherheit, der inneren Sammlung. Im Schrei spricht das Wild-Chaotische, unberechenbar Eruptive emotionalen Lebens, in der Stille das Gesammelte, Geordnete, Schauende, Zurückhaltende, Zurückgehaltene oder Verborgene.

In dem Konzertprogramm werden moderne Kompositionen, die verschiedene Facetten von Stille und Schrei musikalisch verarbeitet. Eine Reihe von Barockkompositionen, die sich mit ihrer gestischen Typik und Atmosphäre in die Thematik einpassen, liefern affektiv differenzierte Modelle der Erfahrung von eruptiver Expressivität und Zurücknahme.

Konzept

In „Nice Noise!“ soll eine Gruppe von Jugendlichen gemeinsam mit den MusikerInnen von Continuum XXI spielen und improvisieren, neue Klangmöglichkeiten ausprobieren, und mit alltäglichen Objekten experimentieren. Diese Improvisationen werden von dem Komponisten, Cembalisten und Dozent Richard Röbel zusammen mit Tamara Miller und dem Ensemble mitkonzipiert und geleitet.

 

Die Improvisationen sollen nicht nur eine freie musikalische Form anbieten, sondern ein Konzept und konkretes Ziel haben: Das sorgfältige Hören des anderen und die Notwendigkeit, gemeinsam mit anderen etwas Übergeordnetes zu schaffen. Dies soll als Spiegel unserer Gesellschaft wirken, bei der Konflikt und Konfrontation uns immer mehr prägen. Können wir durch das aktive und kollektive Hören etwas relevantes schaffen, was der Alltag nicht anbieten kann?

Programm

Pretorius

“Terpsichore”

 

Richard Röbel

Neues Werk (Uraufführung)

 

G.F. Händel

Concerto Grosso HWV 33

 

Continuum XXI & Jugendliche

 Improvisation über einen einzigen Ton / Rhythmus

 

Nicola Matteis

„Ciaccona Bizarra“ 

 

Tamara Miller

Neues Werk (Uraufführung) 

 

Arroyo

 “Qué extraño pájaro” 

MusikerInnen

Blockflöte: Moisés Maroto 

Barockoboe: Petra Zambo

Barockgeige: Marta Ramírez

Gambe: Marina Cabello

Cembalo: Darío Tamayo 

Künstlerischer Leiter, Alberto Arroyo

Termine

Do. 24.9. | KuppelHalle Tharandt
Fr. 25.9. | Heinrich Schütz Konservatorium Dresden
Sa. 26.9. | MTKS Bannewitz
So. 27.9. | Robert Schumann Konservatorium Zwickau

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